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© Helmut Wimmer

FUNKENFLUG 2

Wie politisch ist die Kunst?
Zu soziopolitischen Fragestellungen wie Migration, Asyl…

Künstlerhaus, Karlsplatz 5, 1010 Wien
3. Dezember 2015

Videoprojektion
Lifejacket

Helmut Wimmer

Performance
'We could...'

BRUNNENCHOR & VIENNA IMPROVISERS ORCHESTRA chamber ensemble
Michael Fischer, instant composition conducting
Semier Insayif, Text, Lesung

Gespräch
Wie politisch ist die Kunst?

Wolfgang Müller-Funk, Kulturwissenschafter, Germanist
Lena Knilli, Künstlerin
Ilse Chlan, Vorstandsmitglied Künstlerhaus

Moderation
Petra Stuiber, Der Standard

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"Lifejacket",
Helmut Wimmer

HELMUT WIMMER
Lifejacket

Zwischen Januar und März 2015 ertranken 479 Flüchtlinge und MigrantInnen im Mittelmeer oder gelten als vermisst (15 im Vergleichszeitraum 2014). Durch mehrere fast zeitgleiche Bootsunglücke verloren innerhalb eines Monats 1.308 Flüchtlinge und MigrantInnen ihr Leben oder sind seitdem vermisst (42 im April 2014). Quelle: UNHCR Mindestens 3.440 Bootsflüchtlinge kamen nach Uno-Angaben in diesem Jahr bereits auf dem Mittelmeer ums Leben (Quelle: SPIEGEL online). Helmut Wimmers dreiteilige Projektion „Lifejacket“ setzt sich damit auf einprägsame, zugleich unaufdringliche Weise auseinander.

Helmut Wimmer wurde 1956 in Wels geboren und war vor seinem Film-Studium (Regie und Kamera) an der Hochschule für Musik und darstellenden Kunst im Bereich Architektur und Photographie tätig. Er lebt und arbeitet als Regisseur und Kameramann in Wien und ist seit 1988 auch Schöpfer freier Filmarbeiten im Bereich Spielfilm und Dokumentation sowie künstlerischer Fotografie und Videos. www.helmutwimmer.net



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"We could...",
Brunnenchor & VIO
"We could...",
Brunnenchor & VIO

BRUNNENCHOR & VIENNA IMPROVISERS ORCHESTRA chamber ensemble
Michael Fischer instant composition conducting
Semier Insayif Text, Lesung
Bogi Babiczki Stimme
Claudia Cervenka Stimme
Margarethe Deppe Cello
Angela Stummer Harfe
David Schweighart Schlagzeug
Michael Zacherl Elektronik

‚We could…’

Musik des Augenblicks, Stimmenvielfalt und lyrische Wortklangkreationen des Autors Semier Insayif – eine mehrsprachig gesungene und gesprochene Momentkomposition, eine partizipative Konstellation, die der Zusammanarbeit von Brunnenchor und Vienna Improvisers Orchestra entspringt.
Der Brunnenchor besteht seit Herbst 2007 und ist ein gelebtes Statement für ein neues Miteinander am Yppenplatz – wöchentlich kommen SängerInnen unterschiedlichsten Alters und Herkunft in der Brunnenpassage zusammen.
Semier Insayif lebt als freier Schriftsteller und Performer in Wien. Seit 2000 widmet er sich vermehrt kunstübergreifenden Projekten und Kooperationen, wie der Zusammenarbeit mit dem VIO. Das 2005 von Michael Fischer lancierte Vienna Improvisers Orchestra widmet sich als erstes Großensemble Österreichs kontinuierlich dem "instant composition conducting", einer Methode zur Vermittlung ad hoc entworfener Klangarchitekturen und arbeitet zudem an SprachKlang-Verbindungen und -Metaphorik mit dem Schwerpunkt experimentelle Lyrik.

Brunnenchor: www.brunnenpassage.at/projekte/musik/brunnenchor
Michael Fischer und das VIO: m.fischer.wuk.at


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"Wie politisch ist die Kunst",
Gespräch
"Wie politisch ist die Kunst",
Gespräch

Gespräch - Wie politisch ist die Kunst?
Kurzbiografien der Gesprächsteilnehmerinnen

Ilse Chlan studierte Literaturwissenschaft, lebt und arbeitet als bildende Künstlerin in Wien. Ihre Arbeit umfasst Malerei, Fotografie, Video, Videoinstallation. In ihrer Serie „Patterns of economic efficiency“ (work in progress) beschäftigte sie sich mit Elementen der nicht vergangenen Geschichte des Sklavenhandels und des Kolonialismus, in der sie den barbarischen  Untergrund des westlichen und globalisierten Wirtschaftssystems sieht. Thema ihrer letzten Arbeit „Hymnos“ ist die Zugehörigkeit von Migrantinnen und Migranten im Zusammenhang mit der österreichischen Bundeshymne. Ilse Chlan leitet seit Oktober 2014 den Programmausschuss im Künstlerhaus. www.chlan.at

Lena Knilli wurde 1961 in Graz geboren. Sie studierte Malerei an der Hochschule der Künste in Berlin sowie an der Hochschule für Angewandte Kunst in Wien bei Maria Lassnig. Ihre Arbeiten stellte sie unter anderem in Wien, Graz, Prag, Brünn und in den USA aus. Nach vielen Jahren in Prag (1992 bis 2001) lebt und arbeitet sie heute wieder in Wien. Zentral in ihrem künstlerischen Werk ist die menschliche Figur: „Mich beschäftigen die Ausgangspunkte für eine individuelle Entwicklung und Entfaltung und das, was wir als (organische, soziale, kulturelle) 'Codes' mitgegeben bekommen und mitnehmen, sowie die Vorgaben, die wir wie Geheimnisse in uns bergen, Erinnerungen, Talente, persönliche Themen, Berührungspunkte, Erkrankungen, 'Abweichungen' “. Lena Knilli ist in der Ausstellung UEBER: MACHT mit ihrer multimedialen Installation “Zu Tisch!” vertreten. www.lenaknilli.at

Wolfgang Müller-Funk ist 1952 in Bremen geboren und u.a. in München und Wien aufgewachsen. Von 1971 bis 1977 Studium in Germanistik, Geschichte, Spanisch und Philosophie an der Universität München. 1977 Magister, 1980 Doktorat mit einer Arbeit über Lion Feuchtwangers zeitgeschichtliches Werk. Sein Oeuvre als Wissenschaftler, Publizist und Lehrender umfasst folgende Bereiche: Kulturtheorie, Narratologie, Essayistik („Essayismus“), Literatur und Theorie der klassischen Moderne mit Schwerpunkt Österreich, Romantik und Avantgarde, Kulturanalyse in Zentraleuropa. Müller-Funk hat rund 15 Monographien, mehr als 20 Sammelbände, rund 200 wissenschaftliche Aufsätze sowie zahlreiche Essays und Rezension in Tageszeitungen publiziert. Er lebt mit seiner Frau, der Künstlerin Sabine Müller-Funk, in Drosendorf an der Thaya und in Wien. wmf2016.wordpress.com

Petra Stuiber, geboren 1967 in Mödling, absolvierte in Wien Studien der Kommunikations- und der Theaterwissenschaft. Seit 1989 ist sie als Journalistin tätig, unter anderem bei „Standard“, „Format“ und „Welt“. Ab 2007 ist Stuiber Chronik- und Wien-Ressortleiterin des „Standard“, seit 2013 Chefin vom Dienst. Sie ist zudem Autorin mehrerer erfolgreicher Sachbücher, u.a. „Die schrulligen Habsburger“, „Österreich in Männerhand“ und Verfasserin der vielbeachteten Publikation „Kopftuchfrauen. Ein Stück Stoff, das aufregt“, 2014 erschienen im Czernin-Verlag.



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