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© Miriam Bajtala

FUNKENFLUG 3

Zu aktuellen Produktionsbedingungen
(und dem zunehmenden Prekariat österreichischer Kunst-
und Kulturschaffender)

Künstlerhaus, Karlsplatz 5, 1010 Wien
14. Jänner 2016

Performance
Die Körper meiner Arbeit

Miriam Bajtala

Philosophischer Monolog
Prekär und/oder frei. Ein philosophischer Gegenstrich

Leo Hemetsberger, Philosoph & Kulturmanager

Performance
Ich bin der ich nicht bin

Michael Endlicher

Moderation
Maria C. Holter

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"Die Körper meiner Arbeit",
Miriam Bajtala
"Die Körper meiner Arbeit",
Miriam Bajtala

MIRIAM BAJTALA
Die Körper meiner Arbeit

„Brauchen kritische Räume Zuneigung?; zwei Monologe für einen Chor; drei Stimmen; in meinem Namen; nichts als Gespenster; ohne Namen; toter Winkel und Wiederholung; projiziertes Heim; Improvisation mit Zeugen; Arbeiten für ohne Titel; Ich und andere Leuchten; Videogymnastik; Paranoia (Death Valley); im Leo; die Frau in der Tasche ... Alle meine Titel finden in einem Raum zusammen und warten darauf von den Kommenden getragen zu werden.“ (M.B.)

Miriam Bajtala wurde in Bratislava, Slowakei geboren / lebt in Wien. 1998–2002 Akademie der bildenden Künste, Wien; Stipendien/ Preise: 2012 Outstanding Artist Award für bildende Kunst; 2008 Staatsstipendium für bildende Kunst; Artist-in-Residencies in Paris (F), Rom (I), Los Angeles (USA; MAK Schindler) und Krumau (CZ). Ausstellungen (Auswahl): 2015 – Das Als-ob-Prinzip, Magazin 4, Bregenzer Kunstverein | 2014 – Experimental Video, BACC Bangkok, Thailand | 2013 – in meinem Namen, Secession, Wien | 2012 – nach dem Projekt ist ..., Abteilung für alles andere, Berlin | 2011 – terms fo decision, Austrian Cultural Forum, London | 2010 – ohne Titel, Kunstverein Medienturm, Graz | 2009 – asymmetrical focus, Galerie Stadtpark, Krems | 2008 – AUSTRIA conTEMPORARY, Sammlung Essl, Klosterneuburg.
miriambajtala.klingt.org


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"Prekär und/oder frei.
Ein philosophischer Gegenstrich",
Leo Hemetsberger
"Prekär und/oder frei.
Ein philosophischer Gegenstrich",
Leo Hemetsberger

LEO HEMETSBERGER
Prekär und/oder frei. Ein philosophischer Gegenstrich

Künstlerinnen und Künstler positionieren sich gegenüber Gesellschaft und Markt, oder auch nicht. Das verweist auf den jeweils selbstgewählten Topos im Spannungsfeld enden wollender Möglichkeiten. Wie schifft man glücklich zwischen der Option Skylla – am Tropf löchriger Fördertöpfe – und Charybdis – utilisiert im Mahlstrom der Creative Industries – hindurch? Bleibt es am Ende doch nur Liebhaberei? Was ist überhaupt künstlerischer Erfolg und wer opfert sich?

Leo Hemetsberger, geb. 1965, ist Doktor der Philosophie und Kulturmanager. Er promovierte an der Universität Wien zu Hegels Dialektik, eröffnete 2007 seine Philosophische Praxis und leitete acht Jahre lang den postgradualen Universitätslehrgang „Kultur & Organisation“ am Institut für Theaterwissenschaft. Er organisiert als Kulturmanager Projekte im In- und Ausland, ist Obmann der Gesellschaft für angewandte Philosophie, veranstaltet u.a. die Nacht der Philosophie in Wien. Er spricht und schreibt zu zeitgenössischer bildender und transmedialer Kunst. www.philprax.at


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"Ich bin der ich nicht bin",
Michael Endlicher
"Ich bin der ich nicht bin",
Michael Endlicher

MICHAEL ENDLICHER
Ich bin der ich nicht bin

Mann|Frau, Geist|Körper, Sprache|Schrift, Natur|Kultur, Erfolg|Scheitern ... Das nach wie vor wirkmächtige Denken in binären Oppositionen erfasst auch das zuweilen instabile Künstlersubjekt. Wenn dann aber die identitätsstiftende Abgrenzung vom Anderen nicht mehr gelingt, wächst auf ungeahnte Weise zusammen, was nicht zusammengehören darf. Die Sprach- und Video-Performance von Michael Endlicher verfolgt das Aufwallen von Künstleridentitäten im Widerstreit mit vereinnahmenden Zuschreibungen von Außen. Es endet in einer hybriden Dystopie.

Michael Endlicher (Wiener, Jg. 1960, abgeschlossenes Studium der Betriebswirtschaft) untersucht Wahlverwandtschaften von Bildern und Sprache. Endlicher wird von einer Wiener Galerie vertreten, seine Arbeiten finden sich in privaten und öffentlichen Sammlungen. Mit Cynthia Schwertsik bildet er das Künstlerduo CEMS. 2015 ist sein neuer Katalog "Ich bin ein plurifakter Künstler/Litaneien der Selbstanrufung" im Berliner Distanz Verlag erschienen. Ausstellungen (Auswahl):  2015 – Wie ist es, eine Fledermaus zu sein?, Destination Wien/Red Carpet Showroom | 2014 – It’s the poetry, stupid!, GPLcontemporary, Wien | 2013 – Referentieller Querverweis: Ich brauch Tapetenwechsel, eine CEMS Intervention, MUSA Wien | 2012 – Sarajevo Transit, mit Celle, Galerija Collegium Artisticum, Sarajevo | 2011 – Definitiv: Kunst!, Museum der Unerhörten Dinge, Berlin | 2010 – Ich bin ein plurifakter Künstler, GPLcontemporary, Wien. www.endlicher.at


 

Moderation
Maria Christine Holter

Maria Christine Holter ist Kunsthistorikerin und Kuratorin in Wien. Kunstgeschichtestudien an den Universitäten Wien und Berkeley, USA (Fulbright Stipendium), Praktikum am Museum of Modern Art (MOMA), New York. Ausstellungsreihen "in situ" und "follow up"; Gastkuratorin in Museen, Kunsthallen, Galerien und Off-Spaces, zuletzt Gestalterin mehrerer Ausstellungen im Wiener Künstlerhaus: "Zeit(lose) Zeichen. Gegenwartskunst in Referenz zu Otto Neurath" (samt interdisziplinärem Symposion "A Tribute to Otto Neurath") 2012/13, welche 2014 in adaptierter Form vom Austrian Cultural Forum in London übernommen wurde, sowie "Experiment Analog. Fotografische Handschriften im Zeitalter des Digitalen" 2014, 2015 Programmverantwortliche der "Brennenden Fragen" in Künstlerhaus. Unternehmensberatung im Bereich Ausstellungs- und Sammlungstätigkeit, zahlreiche Publikationen zur zeitgenössischen Kunst. www.mariaholter.at




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